Montag, 25. Juni 2012

ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG

Mein Buch "Dragonya-Die Geschichte einer Heldin" ist jetzt online bestellbar :DD

Damit für mich keine Kosten entstehen, brauche ich 150 Vorbestellungen, dann erst geht das Manuskript ins Lektorat.
 Ich freue mich über jedes gekaufte Buch und gebe bei etwaigen Fragen auch gerne Antwort! :D


Link dazu:
 http://www.papierfresserchen.de
 unter Unsere AutorInnen auf den Buchstaben "M"  gehen und auf mein Profil (Susi Meindl) klicken


:))
[S<3]


Montag, 28. Mai 2012

Gänseblümchenwiese

Meine Silhouette löst sich vom Horizont. Dort bleibt ein weißer Umriss zu sehen. Auf meiner Haut klebt orange-rosa Himmelblut. Tautropfen wippen in meinem Haar, während ich über den Regenbogen laufe. Ich sehe mich nicht. Die Milchstraße ist mein Nachbar, Bienen leuchten mir den Weg dorthin. Mein Nachbar weiß aber auch nicht, wo ich bin. Die Schokokekse rinnen vorbei, selbst vierblättriger Klee vermag sie nicht aufzuhalten. Ich weiß jetzt, wo ich bin. Siehst du mich auch? Weil Rosen meine Sehnsucht wecken, muss ich träumen. Den weißen Umriss am Horizont gibt es nicht. Ich spreche zu viel Juni, vergib mir, ich log. An den Wänden hüpfen Regenbogenfetzen und leichte Tücher verhüllen diese. Du findest mich einfach nicht? Kein weißer Fleck zeugt mehr von meiner Existenz. Dann begreifst du, dass ich überall bin und es dich gar nicht gibt. Wie gesagt: Zuckerwatte füllt die abstrakten Gebilde meines Kopfes. Mein Diamantkäfig wartet auf mich, ich muss wohl die Morgenröte hassen lernen.

[S♥]

Donnerstag, 17. Mai 2012

Wenn ich lächle


Wenn ich lächle weißt du
Was ich fühle
Wenn ich lächle denkst du
Zu wissen
Wenn ich lächle meinst du
Ich bin glücklich
Wenn ich lächle freust du
Dich dann
Wenn ich lächle machst du
Dir keine Sorgen
Wenn ich lächle spürst du
Die Falschheit
Mit der ich dir ins Gesicht lache

Dienstag, 15. Mai 2012

Band am Horizont

Ich mag das rosa Band, das jemand an den Horizont gemalt hat. Weil man schon die Kraft der Winde spürt, den Regen bereits riecht und sieht, wie die Dunkelheit den Himmel nach und nach auffrisst. Das rosa Band lässt sich davon aber nicht einschüchtern, im Gegenteil. Der Maler holt seinen Pinsel erneut hervor und färbt den Fleck auf der Leinwand kräftiger. Um mich herum gedeien die Schatten, aber ich habe keine Angst, das rosa Band ist ja da. Nässe läuft über die Straße. Zuerst ganz schleichend und leise, dann mit kräftigen, prasselnden Schritten. Sie weicht meine Kleider ein und lässt mich gewaschene Luft atmen. Vergeblich sucht der Wind mit meinem nassen Haar zu spielen, er lässt mich bloß frieren. Träge schleppt sich die Finsternis vorwärts. Bald wird das Trampeln der Nässe alles sein was zu hören ist, bald wird nur mehr Kälte zu spüren sein.
 Aber ich habe keine Angst, denn das rosa Band ist ja noch da.

Montag, 14. Mai 2012

Rosa Zuckerwatte

Heute schnell, während ich Mathe-Nachhilfe gegeben habe, zusammengekrizelt ;) Meinem Nachhilfekind hat´s jedenfalls gefallen :D


Rosa Zuckerwatte

Wenn ich eine rosa Zuckerwatte wär,
Ja, das gefiele dir wohl sehr.
Säß süß und stumm auf dem Stab,
Welchen der Verkäufer in deine Hände gab.
Bräuchtest meine Widerworte nicht zu dulden,
Hätt´ ich dir nur süßen Geschmack zu schulden.
Trägest mich wohin du wolltest,
Müsstest dir nicht mehr sagen lassen, was du solltest,
Denn Zuckerwatten halten ja bekanntlich den Mund,
Sind nur da um stumm zu verschwinden im Schlund.
Wenn ich eine rosa Zuckerwatte wär,
Ja, dann widerspreche dir niemand mehr.

[S<3]

Warum?

Vergiss was war, vergiss was ist
Alles was du für mich warst, für mich bist.
Ich kann es nicht verstehen,
Warum lässt du mich hier stehen?
Warum tust du mir das an,
Wenn es doch nicht sein kann?
Warum wiegst du mich in Sicherheit,
Wenn es doch nicht entspricht der Richtigkeit?
Ich kann und will es nicht verstehen.
Diesmal bin ich es,
lass dich einfach stehen.

Geschrieben: September 2010

Lieb ich dich? - Ich weiß es nicht.

Werde ich bei dir sein, wenn die Sonne den Horizont küsst?
Werde ich bei dir sein, wenn der Schatten Einzug hält?
Ich weiß es nicht.

Siehst du mich, wenn ich zu dir aufblicke, um den Schmerz zu spüren, den die Fenster deiner Seele in mir hinterlassen?
Siehst du mich, wenn ich versuche dir nahe zu sein, um gleich darauf meine Hand zurückzuziehen?
Ich weiß es nicht.

Weißt du, dass ich die Qual der Melodien über mich ergehen lasse, um an dich zu denken?
Weißt du, dass du mir abgängig bist, du und nicht das, was du versuchst zu sein?
Ich weiß es nicht.

Du siehst mich ja doch nicht.
Du kannst ja nicht wissen.
Denn deine Ohren hören nicht mehr und deine Seele ist mir fern.
Lieb ich dich? Verdammt, ich weiß es nicht.


Geschrieben: August 2011

Montag, 30. April 2012

Verwirrung

Du verwirrst mich.
Nein, eigentlich verwirrst mich nicht du, sondern ich. Ich meine, meine Gefühle. Weil ich ganz einfach dachte, ich wäre mir über sie im Klaren. Ob ich das je sein werde? Sieht im Moment nicht danach aus. Einst sagte ich dir, ich mag dich, denn ich muss mich bei dir nicht verstellen, ich kann sein wie ich bin. Ich zweifle nun an dieser Aussage. Heute kommt mir das gelogen vor. Ich weiß nicht, hab ich mich verändert? Oder hast du mich geändert?
Bin ich dämlich, weil ich noch immer hoffe und glaube und nicht zu träumen aufhöre? Bin ich dämlich, weil ich ganz einfach nicht aktzeptieren will, dass selbst du in mir nicht mehr sieht, als alle anderen? Bin ich denn dämlich, weil ich noch immer denke, du würdest mich mögen, wenn du endlich verstehst, wer ich bin?
Würde ich nicht dann dich verändern, wenn ich wollen würde, dass du magst, was du jetzt nicht magst?  Darf man jemanden ändern wollen, wenn man denjenigen mag? Ist das dann nicht Betrug an der Liebe?
Weißt du, ich will, dass ich gelogen habe, ich will, dass ich gespielt habe und dies alles dann gar nicht wirklich wäre. Weil ich möchte, dass du mich suchst und entdeckst, wonach dir verlangt.
Aber eigentlich will ich dich doch gar nicht.
Denn du hast recht, wir sind nicht eins. Das ist aber wonach mir verlangt.
Und ich darf dich nicht ändern.
Ich bin verwirrt.
Du hast mich verwirrt.
Weil du mich gelehrt hast, nicht immer zu denken. Wenn ich aber denke, stimme ich dir zu. Wenn ich auf mein Herz höre, widerspreche ich dir. Hast du denn auf dein Herz gehört, so wie du von mir verlangtest?
Ich möchte von vorne anfangen, auf einer weißen Leinwand malen können. Ich möchte gar nicht, was du denkst. Nur dich an der Hand nehmen und dir meine Welt zeigen. Du musst sie auch gar nicht verstehen, sie nur mögen. Das ist doch ganz einfach. So wie man kleine Kinder mag, man versteht sie ja auch nicht immer.
Aber ich will dir zeigen, wie meine Sterne tanzen und meine Blumen wachsen, und ich möchte dich zum Lachen bringen, mich mit dir in Heu wälzen, über Hügel laufen, ganz einfach ins Wasser mit dir tauchen, und die Schönheit der Nacht atmen. Mir mit dir Kissen um die Ohren schlagen und mich in roten Erdbeeren wälzen, möchte Sonnenblumen beim sonnen zu sehen, und dir Schmetterlinge zeigen, und die die Wälder, die mich so viel lehren, möchte dir die Augen öffenen, für Dinge die sie nicht sehen, und dir die Farben der Sommergewitter malen lehren. Dann will ich dich mitziehen und im Regen tanzen, weil ich den Schneeflocken ja so gerne beim Tanzen zu sehen.
Vielleicht möchte ich dir mein Ich zeigen, so wie ich es nicht jedem zeigen möchte, weil mein Herz sagt, du würdest darauf aufpassen.
Können Herzen lügen? Dann mag ich sie nicht.
Ich bin verwirrt.




Mittwoch, 18. April 2012

Woher weißt du, dass es Gott gibt?

Sarah und Verena sitzen auf der Terrasse und sehen der Sonne beim Untergehen zu.
Verena taucht ihren Kekes mit den extra großen Schokostückchen in die Milch. "Sag", will sie unter geräuschvollem Kauen wissen "glaubst du eigentlich an Gott?"
Sarah sieht direkt in die orangene Sonne, und kneift dann die Augen zusammen, weil es zu hell ist. "Wieso?"
"Weiß nicht."
"Hmm." Sarah schwenkt ihr Glas und sieht dem letzten Tropfen Milch, der da am Boden hin- und herwandert, gespannt zu.
Beide schweigen einige Minuten, bis Verena sagt:"Glaubst du jetzt an Gott?"
Sarah sieht ihrer Freundin in die Augen. "Ja."
"Aber du siehst ihn ja gar nicht", Verena runzelt die Stirn. "Wie weißt du, dass es ihn gibt, wenn du ihn nicht siehst?"
"Du weißt doch auch, dass es deine Mama gibt, oder?"
"Ja, sicher. Sie ist ja da drinnen", sagt Verena und deutet zum Haus.
"Und du siehst sie nicht."
"Nein."
"Hörst du sie denn?"
Verena horchte. "Im Moment nicht."
"Kannst du sie fühlen?"
"Sie ist ja im Haus."
"Und woher weißt du dann, dass sie existiert?"
"Ich kann reingehen und sie sehen."
"Wenn du das nicht könntest?"
Verena überlegt lange, bevor sie sagt: "Ich bin doch der Beweis dafür, dass sie exestiert haben muss."
Sarah lacht. "Siehst du,"sagt sie"deshalb weiß ich auch, dass es Gott gibt."

Montag, 16. April 2012

Hoffnung

So wie das frische Sonnenlicht zum glänzenden Tau gerinnt, so gerinnt meine Hoffnung in meinen Händen. Wenn ich jene zäh-graue Masse betrachte, frage ich mich, weshalb ich mich ihrer nicht entledige. Jedoch jeder, der schon den Versuch unternahm, Hoffnung loszuwerden, wurde sich der Schwierigkeit bewusst, mit der sich das vollzieht.
Ich stehe auf, laufe dem geronnenen Licht entgegen und wasche meine Hände darin, doch die Hoffnung lässt sich nicht abwaschen. Erzürnt beginne ich sie abzuschütteln, denn ich möchte dieses hässliche Zeug nicht an meiner Haut kleben haben, aber die Hoffnung möchte auch nicht abgeschüttelt werden.
Dann setze ich mich resignierend ins Gras und betrachte die Sonne, die sich in der Masse in meinen Händen verfangen hat. Hoffnung war das, was mich quälend warten lässt und von dem ich weiß, dass es nicht eintreten wird. Aber ohne Hoffnung? Könnte man denn weitergehen ohne einen Funken davon?
Mir wird ganz plötzlich bewusst, dass die Masse nicht wertlos, sondern sogar notwendig ist und drücke sie nun ganz fest in meinen Händen zusammen, um sie nicht zu verlieren. In diesem Moment entschwindet die Hoffnung. Nicht als geronnene Masse aber, sondern einem leichten Tuch gleich, das der Wind mit sich fortträgt.
Ich sehe ihr noch nach, bis der Wind zu weit gegangen ist, dann wende ich mich ab und laufe zurück - diesmal in eine hoffnungslose Zukunft.